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Am 11. Februar 1990 schritt ein eleganter älterer Mann Hand in Hand mit seiner Frau, von der er 27 Jahre lang getrennt leben musste, aus dem Gefängnis auf Robben Island bei Kapstadt. Es ist ein Bild, das die Welt nie vergessen wird: der Tag, an dem Nelson Mandela freigelassen wurde. Von diesem Tag an setzte Mandela für seine durch die Politik der Rassentrennung zutiefst gespaltete Nation ein Zeichen der Hoffnung: ein lächelnder Madiba, der nach seinem langen Kampf gegen die Apartheid, bei der ersten Palamentswahl des Landes seinen Stimmzettel abgibt, ein ernster Mandela bei seiner Amtseinführung als erster Präsident für Weiße und Schwarze eines demokratischen Südafrikas. Bei seiner Amtseinführung am 10. Mai 1994 sprach Präsident Mandela: "Niemals, niemals und niemals wieder soll es geschehen, dass dieses schöne Land die Unterdrückung des einen durch den anderen erlebt... Die Sonne wird niemals eine menschliche Errungenschaft so ruhmreich erstrahlen lassen. Lasst die Freiheit herrschen."
Trotz großer Anstrengungen ist Südafrika vom Ideal der multikulturellen Gesellschaft noch weit entfernt. Nach wie vor geht ein tiefer Graben durch die Bevölkerung. Schwarze und Weiße leben weitgehend getrennt. Der Anteil der vergleichsweise wohlhabenden Weißen an den 45 Millionen Südafrikanern beträgt nur rund 8% (4 Millionen). Vorwiegend im Kapgebiet leben zudem rund 3 Millionen gemischtrassige Menschen, die sogenannten "Coloureds". Ein großer Teil der rasch wachsenden schwarzen Bevölkerungsmehrheit lebt in drückender Armut. Dennoch schreitet die Demokratisierung der Gesellschaft voran. Die Zukunft der "Regenbogennation" wird stark davon abhängen, inwieweit es gelingt, die Chancengleichheit deutlich zu verbessern.
Bonnievale Community Development AssociationBereits 1984 wurde von Hendrik van der Merwe eine Stiftung gegründet welche über Jahrzehnte mehrere kleinere schulische und friedenssichernde Projekte unterstützte. Eine der bekanntesten Studentinnen die von der Stiftung unterstützt wurde war Nandi Mandela, die Enkelin des zu dieser Zeit noch inhaftierten Nelson Mandela. Hendrik van der Merwe starb 2001 und hinterließ die Leitung der Stiftung seiner Schwiegertochter Heidi van der Merwe, welche mit ihrem Mann Hugo die "Merwenstein Guestfarm" nahe Bonnievale betreiben.
Bonnievale
ist eine ländliche Kleinstadt 180 km östlich von Kapstadt, malerisch gelegen am Ufer des Breede River in einer der landschaftlich schönsten Gegenden des Westkap in der "Klein Karoo", eingerahmt von den Langenberg und den Riviersonderend Mountains, nahe der Route 62 zwischen Robertson und Montagu. Die Region um Bonnievale ist sehr fruchtbar. Weinfarmen, Obstfarmen sowie Landwirtschaft und Käseproduktion (Parmalat) sind seine Haupteinnahmequellen. Die meisten einheimischen Menschen arbeiten größtenteils auf den Farmen in der Umgebung und sind daher nicht permanent angestellt.
Die Slums von Bonnievale Bonnievale hat seit einigen Jahren eine wachsende Slumsiedlung und auch die Zahl der Straßenkinder hatte erschreckend zugenommen. Über die Jahre haben sich rund 150 Familien auf der ehemaligen Müllhalde in Wellblechhütten angesiedelt, da in Südafrika ein Mangel an Sozialwohnungen herrscht. Es gibt keine sanitären Anlagen was natürlich zu vielen Krankheiten führt. Diese Menschen sind größtenteils arbeitslos, einige haben Tagelöhner- oder Gelegenheitsjobs während der Erntezeit. Viele der Einwohner sind alleinstehende Frauen mit kleinen Kindern die betreut werden müssen wenn die Mütter morgens bei Sonnenaufgang in der Stadt anstehen müssen für eine Anstellung für den Tag. Die wenigsten Kinder der Slums von Bonnievale gingen zur Schule, ihnen fehlte in den meisten Fällen eine offizielle Identität.
Das Engagement von Bonnievale-Project asbl
Durch Zufall fuhren Marc, Aly und Nicole auf einer Südafrikareise zu Heidi van der Merwe. Während der Rundreise übernachteten sie bei Heidi, die auf ihrer Farm auch ein Gästehaus mit 3 Gästezimmern betreibt. Beim gemeinsamen Abendessen (Heidi kocht leidenschaftlich gerne Gerichte aus Europäisch / Afrikanisch / Malayischer Küche) erzählte sie von ihrer Stiftung und auf ihre Bitte hin begleitete sie die drei Reisenden am nächsten Tag zur Slumsiedlung. Stark berührt von der Armut und inspiriert von Heidis Idealismus entschlossen sie sich, ihre Projekte zu unterstützen. In einem ersten Schritt verteilten sie Einwegkameras an die Kinder der Slumsiedlung und baten sie, ihr tägliches Leben zu dokumentieren, um mit den Fotos Kalender herzustellen. Der Verkauf der Kalender und Grußkarten war ein großer Erfolg und das Interesse vieler Menschen am Projekt Bonnievale, sowie ihre Zusage auch weiterhin zu helfen, bewogen Marc, Aly und Nicole in Luxemburg am 17.02.2003 eine Gesellschaft ohne Gewinnzweck zu gründen
Das Projekt und das Resultat von 5 Jahren Spenden
Das zu finanzierende Projekt bestand von Anfang an aus zwei Teilen:
Die Creche und die Gärten
Die Creche Es galt anfangs den Wiederaufbau eines Gebäudes am Rande der Slumsiedlung zu finanzieren. Hier sollten ein Kindergarten und eine Vorschule für die Kinder eingerichtet werden, die von ihren Eltern oft furchtbar vernachlässigt werden. Die Kinder und heranwachsenden Jugendlichen dieser Siedlung brauchten einen Ort, wo man sich um sie kümmert und wo sie von Sozialarbeitern Hilfestellung erhalten, damit sie später in das öffentliche Schulsystem integriert werden können.
Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Kalender, Kapula-Kerzen und vielen Spenden konnten die Renovierungsarbeiten am Gebäude durchgeführt werden sowie die benötigte Ausstattung angeschafft werden. Täglich werden ca. 40 Kinder im Bonnievale-Camp betreut. Sechs Personen sind fest eingestellt.
Die Gärten
Es galt anfangs den Straßenkindern Bonnievales Landparzellen sowie Wasser zur Verfügung zu stellen, damit sie selbst Obst, Gemüse, Kräuter und Blumen anbauen können. Aufgrund der Trockenheit und verschiedener Tiere, die hier die besten Weiden vorfanden, erwies es sich jedoch in der Praxis schwierig, die Gärten instand zu halten. Unter der fachmännischen Leitung von Conny wurde der Garten neu geplant und mit engmaschigem Draht umzäunt (2.500m2). Kompost wurde angesetzt, ein Schattenhaus wurde 2007 gebaut und einige Campbewohner und Jugendliche für gelegentliche Gartenarbeiten angelernt. Das Resultat ist überwältigend und das Gemüse aus dem Bonnievale Garten genügt, um das ganze Squattercamp zu beliefern. Mit nur einigen Mann mehr Personal wird es möglich sein, Gemüse und Kräuter an Restaurants der Umgebung zu verkaufen.
Das Resümee Projektleitung: Seit zwei Jahren leitet die Südafrikanische Lehrerin Conny Mater unter der Aufsicht von Heidi van der Merwe das Projekt vor Ort. Es ist wichtig dass das Projekt sich selbständig weiterentwickelt und den Kindern und Jugendlichen dazu dient, an sich zu glauben und sich zu bilden, um angemessen am gesellschaftlichen Wohlstand beteiligt zu werden. Das Schulgebäude wird von einem Einheimischen gewartet und überwacht. Zwei zusätzlich gekaufte Holzhäuser haben das Angebot an überdachtem Raum vergrößert. Zwei bis drei mit Ziegeln gebaute Gebäude für Schule und Sanitär sind geplant. Creche: qualifizierte, einheimische Hilfskräfte kümmern sich tagsüber um die Kleinsten. Im Moment finanziert das Projekt zwei Frauen aus dem Squattercamp eine Ausbildung in Kapstadt. Ein neuer Spielplatz im Schatten hoher Eukalyptusbäume ist geplant. "Schule": die Kinder können hier lesen und schreiben lernen. So kann man sie auf eine spätere Integration ins öffentliche Schulsystem vorbereiten. Den Kindern, welche von Geburt an nirgendwo eingetragen sind, wird versucht zu einer beglaubigten Identität zu verhelfen. Hygiene, Gesundheit: Die Slums besitzen keine sanitären Anlagen. Auch wenn unter Mithilfe des Projektes die Slumbewohner in einen anderen Teil des Tales angesiedelt werden konnten, weg von der Müllhalde, sind die Kinder oft sehr verschmutzt, Hautkrankheiten sind an der Tagesordnung. Die im Creche-Gebäude bestehenden sanitären Anlagen konnten einige Probleme lindern. Zusätzlich stand Ende 2007 der 3-monatige Aufenthalt vor Ort von Carole aus Ettelbrück und von Claudia aus Trier, zwei Freiwilligen, ganz im Zeichen der Hygiene, der Aidsaufklärung, der Schwangerschaftsverhütung und der täglichen Körperpflege. Es ist den beiden jungen Damen gelungen, die Kinder zu motivieren sich täglich zu waschen und eine Hilfskraft einzuweisen, um die Hygiene zu überwachen. Eine mobile Klinik und eine Sozialhilfe kümmern sich regelmäßig um die Slumbewohner und haben in einem der Schulgebäude einen Raum zur Verfügung. Küche: Eine Suppenküche ist installiert und alle Kinder bekommen täglich einen gesunden gekochten Brei zum Frühstück und eine warme Mahlzeit zur Mittagszeit. Das Projekt entwickelt sich weiter - mit Ihrer Hilfe!
Offizielle Gründung 2007 von "Lux Pro Dignitas", einer in Südafrika eingeschriebenen Gesellschaft ohne Gewinnzweck zwecks Absicherung, Kontrolle und Konsolidierung der Projekte von Bonnievale. Dadurch ist das Projekt auch offiziell in Südafrika anerkannt.
Es konnten weitere Südafrikaner vom Projekt überzeugt werden, um freiwillig, zusammen mit Heidi und Conny den "Bonnie People Board" zu gründen, welcher Ideen finden und umsetzen soll, die das Projekt weiter entwickeln und allen Kinder aus dem so genannten "Squattercamp" Sicherheit, Essen und Trinken, Kleidung und kreative Überwachung garantiert. Momentan gibt es einen Kindergarten mit zwei Klassen - Säuglinge bis vierjährige Kinder und vier- bis sechsjährige Kinder. Obendrein besteht eine Gruppe mit Jugendlichen die aus verschiedenen Gründen nicht zur Schule gehen und im Projekt soweit als möglich Lebensregeln und Lebenserfahrungen erlernen und hier betreut werden. Am Nachmittag bieten wir den Jugendlichen zweimal die Woche Aktivitäten wie Trommeln, Tanzen, Kunst und Handarbeit an und in den Schulferien kommen die Kinder täglich, um sich mit Sport und anderen Aktivitäten in der Gruppe zu beschäftigen. Finanzielle Hilfen werden von staatlicher und kommunaler Seite erwartet. Außerdem haben örtliche Farmer und Geschäftsleute aus Kapstadt ihre Hilfe angeboten. Der größte Teil muss jedoch weiter durch Spenden aufgebracht werden. Das Team vom Bonnievale-Project asbl:
Und auch Sie können helfen. Wenn Sie die Kinder von Bonnievale unterstützen möchten, geben Sie dies bei Buchung bitte einfach an. Wir berechnen Ihnen dann EUR 10 pro Person zusätzlich zu Ihrem Reisepreis. Wir von Boomerang Reisen geben dann ebenfalls EUR 10 pro Person dazu und leiten das Geld an die "Bonnievale-Project asbl" weiter. |
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