Wenn es schon immer ihr Traum war, mit dem offenen Geländewagen inmitten einer Herde von Elefanten zu stehen und die grauen Dickhäuter durch das Wasser schwimmen zu sehen, sind Sie an der River Front des Chobe Nationalparks genau richtig. Der drittgrößte Nationalpark Botswanas, der an den Chobe Fluss grenzt, bietet im nördlichen Teil nahe Kasane die einzigartige Gelegenheit, die eleganten Giganten auf dem Land sowie am und im Wasser ausgiebig zu beobachten, denn mit geschätzten 90.000 Tieren weist der Park eine der höchsten Elefantendichte in ganz Afrika auf. Konkurrenzlos was die Elefantenpopulation angeht, beheimatet der Nationalpark aber auch eine ganze Reihe anderer Tiere wie die seltenen Puku-Antilopen. Auf einer Bootsfahrt auf dem Chobe Fluss kommen Sie der vielfältigen Tierwelt erstaunlich nahe und in den spannenden Genuss, am Ufer verweilende Krokodile, den schwerfällig wirkenden Flusspferden sowie der exotischen Vogelwelt zu begegnen.
Ausgangspunkt für die meisten Ausflüge in den Chobe Nationalpark ist die nur wenige tausend Einwohner zählende Bezirkshauptstadt Kasane im äußersten Nordosten Botswanas. Der große Vorteil von Kasane ist die hervorragende touristische Infrastruktur, die Urlaubserlebnisse auf jedem gewünschtem Niveau, vom gut ausgestatteten Campingplatz bis zur erklassigen Lodge, ermöglicht. Aufgrund der günstigen geographischen Lage, dem Vierländereck Zambia, Namibia, Zimbabwe und Botswana, können auch grenzübergreifende Ausflüge oder Reisen in die Nachbarländer mit einem Aufenthalt in Kasane verbunden werden.
Für diejenigen, die das besondere Abenteuer mit einem Geländefahrzeug suchen, bietet der Chobe Nationalpark mit der landschaftlich im Gegensatz zur Chobe River Front stehenden Savuti Region die optimalen Voraussetzungen. Die Straßenverhältnisse auf der Route nach Savuti sind, unabhängig davon, ob Sie aus südlicher Richtung vom Moremi Wildreservat oder nördlicher Richtung von der Chobe River Front kommen, eine Herausforderung an die individuellen Fahrkünste, denn der gesamte Streckenverlauf ist ungeteert, teilweise mit tiefem Sand, und gerade in der Regenzeit eine zeitaufwendige Angelegenheit. Wer sich dem Abenteuer stellt, wird jedoch mit atemberaubenden Tierbeobachtungen belohnt, denn die nahrhaften Gräser der Savute March und der Mababe Depression bieten tausenden von Zebras und Gnus während der Migration eine optimale Lebensgrundlage.
Die beste Reisezeit: Zur Wildbeobachtung ist sicherlich die Trockenzeit (Mai – Oktober) die beste Reisezeit, denn die meisten Tiere versammeln sich während dieser Zeit am Chobe Fluss. Die Chance, Herden von Elefanten und Büffeln oder auch einige Exemplare der seltenen Säbel-Antilopen zu Gesicht zu bekommen, ist während dieser Zeit besonders hoch. Savuti lockt besonders während der Regenzeit (November – April) die wandernden Weidetiere in die Region, denn die Landschaft zeigt sich nach dem Niederschlag in einem grünen Gewand. Während der für die Wildbeobachtung vielleicht besten Reisezeit sind jedoch die Straßenverhältnisse in einem noch schlechteren Zustand als ohnehin, so dass der Zugang in diese Region nochmals erschwert wird.